Zuverlässige Behandlung der vielfältigen Molkereiabwässer

Abwässer, die in der Produktion von Molkereierzeugnissen anfallen sind so vielfältig wie die Produktpalette selbst. Für eine Behandlung dieser Abwässer ist es vorteilhaft, eine für die Abwasserart und das Reinigungsziel eigens geplante Prozesskombination einzusetzen. Ein guter Anlagenbauer hat daher eine breite Palette von Behandlungslösungen parat, um für die verschiedenen Aufgabenstellungen die jeweils wirtschaftlichste Lösung anbieten zu können.

Diese häufigen Probleme mit den besonderen Eigenschaften von Molkereiabwasser werden mit Anlagen von WEHRLE sicher umgangen:

  • Öle und Fette setzen Filter, Membranen, MBBR- und Festbett-Aufwuchskörper zu
  • CSB-Spitzen überlasten konventionelle Belebtschlammanlagen und SBRs
  • Ausfällungen (z. B. Kalzium-Karbonat) verspröden Membranbelüfter oder verändern die Eigenschaften von MBBR- oder Festbett-Aufwuchsträgern
  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel beeinträchtigen Mikroorganismen
  • usw.

Dabei gibt es zwei wesentliche Hauptprozesse zur biologischen Elimination von organischen Kohlenstoffverbindungen:

Anaerob
(unter Ausschluss von Luft)

Aerob
(unter aktiver Zugabe von Luft)

  • wandelt CSB in CH4 (= Biogas) um
  • N oder P werden nicht abgebaut
  • geeignet zur energiesparenden Entfrachtung sehr hoch belasteter Abwässer, häufig in Kombination mit einer nachgeschalteten aeroben Reinigungsstufe
  • wandelt CSB in CO2 um
  • N und P werden sicher abgebaut
  • geeignet für niedrig bis hoch belastete Abwässer

Häufig werden auch Kombinationen beider Technologien eingesetzt – eine primäre anaerobe Behandlungsstufe zur Biogaserzeugung (ggf. auch mit Verstromung in einem BHKW) und eine sekundäre aerobe Behandlungsstufe zur Einhaltung strenger Abwassergrenzwerte.

WEHRLE verfügt in beiden Kategorien über verschiedene Technologien und ist somit in der Lage, optimal auf das Abwasser abgestimmte Prozesse oder Prozess-Kombinationen einzusetzen. Damit steht für uns nicht nur die technische Lösung, sondern auch die bestmögliche Wirtschaftlichkeit der Anlage im Vordergrund.