02.05.2015
Umwelttechnik

Phosphatrückgewinnung – WEHRLE liefert Ultrafiltration in ein Forschungsprojekt

Am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart wurde in Zusammenarbeit mit dem IB iat - Ingenieurberatung Stuttgart, das sogenannte „Stuttgarter Verfahren" zur Phosphorrückgewinnung aus anaerob stabilisierten Klärschlämmen als Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP, Struvit) entwickelt.

Die technische Umsetzung des „Stuttgarter Verfahrens" wird im Rahmen einer Pilotanlage am Standort der Verbandskläranlage des Abwasserzweckverbands Raum Offenburg seit November 2011 erprobt. Die Ausbaugröße der Verbandskläranlage beträgt ca. 200.000 EW, angeschlossen sind derzeit ca. 160.000 EW. Die MAP-Pilotanlage wird so dimensioniert, dass ein in etwa 5.000-10.000 EW entsprechender Teilstrom des Klärschlamms behandelt werden kann.

Die Pilotanlage besteht aus zwei Chargenbehältern, einem Absetzbecken und einer Kammerfilterpresse sowie aus Vorratsbehältern und Dosiereinrichtungen für die Betriebsmittel. Mit einer Ultrafiltrationsanlage soll ein verbesserter Feststoffrückhalt erreicht werden.

Der Auftrag zur Lieferung der Ultrafiltration in Containerbauweise zur Feststoffrückhaltung wurde an die WEHRLE Umwelt im Juni 2015 erteilt. Die Anlage arbeitet im Batchbetrieb und verarbeitet ca. 1.000 bis 1.500 l/h.

Mai 2015
Quelle: Universität Stuttgart