10.01.2014
Umwelttechnik

Sickerwasserreinigungsanlage auf der Deponie Ockendon, England

Bereits seit mehreren Jahren hatte der Kläranlagenbetreiber Cleanaway Probleme mit der anfallenden Menge ungereinigten Sickerwassers. Die Menge des Sickerwassers, das in die Kläranlage eingeleitet werden konnte, war aufgrund der maximal erlaubten täglichen Ammoniumbelastung begrenzt.

Nach einer über dreijährigen Planungs- und Erprobungsphase verschiedener Technologien diverser Anbieter wurde die WEHRLE Environmental beauftragt, eine Membranbioreaktoranlage (MBR) mit einer Tagesleistung von 200 m³ zu bauen, die das Sickerwasser soweit abreinigt, dass es in die Kläranlage zur weiteren Behandlung eingeleitet werden kann.

Die Anlage besteht aus einem Betontank, in dem das Sickerwasser gesammelt wird, einem Bioreaktor mit einer belüfteten Nitrifikation zur Reduzierung der Ammoniumkonzentration und einer Cross-Flow-Ultrafiltration zur Feststoffabtrennung.

Der Kunde hat sich aufgrund des geringen Bauvolumens der Anlage und der niedrigen Betriebskosten für diese Technologie entschieden, die bisher noch nie in Großbritannien zur Reinigung von Sickerwasser eingesetzt wurde, obwohl sie in Europa bereits häufig Anwendung fand. In Großbritannien sind MBR-Anlagen bisher lediglich zur Behandlung von Abwasser aus der Lebensmittelindustrie gebaut worden.

Autor / Quelle: Hoffmann/Wienands