02.08.2014
Umwelttechnik

Vertrauensbeweis in Zeiten der Krise: Nochmalige Erweiterung der Sickerwasseranlage von COGERSA in Gijón

 

Am Deponiestandort in Gijón, also in unmittelbarer Nähe zur spanischen Niederlassung WEHRLE Medioambiente, werden jährlich 450.000t Hausmüll und 50.000t Klärschlämme angenommen. Im Februar 2013 erhielt die WEHRLE Umwelt GmbH vom spanischen Deponiebetreiber COGERSA nun den Auftrag für den Umbau ihrer Sickerwasserreinigungsanlage; es ist bereits die dritte Erweiterung dieser WEHRLE-Anlage.
Bereits im Jahre 1997 gewann WEHRLEs damaliger spanischer Lizenzpartner (Felguera Fluidos) eine öffentliche Ausschreibung von COGERSA für die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme der ersten Sickerwasserreinigungsanlage (400m³/d) für die Mülldeponie.
In den Jahren 2000 und 2004 folgte dann direkt durch WEHRLE eine Erweiterung der Anlage auf 550 bzw. 700m³/d. Hierzu wurden Nitrifikations- und Denitrifikations-Druckbehälter nachgerüstet sowie die Filtrationsstufe ertüchtigt, um das gestiegene Abwasseraufkommen zu behandeln.

Nun soll die Biologie der bestehenden Anlage für eine 20%ige Frachterhöhung abermals um einen Druckbehälter erweitert und die derzeitige Ultrafiltration sowie einige Hilfssysteme modernisiert werden. Der komplette Leistungs-umfang umfasst die Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der erweiterten Anlage.

Das Projekt stellt insofern eine große Herausforderung dar, als die Stillstandzeit der Bestandsanlage zum Einbinden der neuen Komponenten auf wenige Tage begrenzt sein muss. WEHRLE erhielt erneut den Zuschlag, da kein anderer Anbieter die anspruchsvollen technischen Anforderungen einhalten sowie die geforderten Referenznachweise erbringen konnte.

Die Projektlaufzeit beträgt 14 Monate; die Inbetriebnahme ist für April 2014 geplant.

Autoren: Pablo García, Torben Blume