05.03.2014
Umwelttechnik

WEHRLE liefert Sickerwasserreinigungsanlage für Tunesien

 

In Tunesien werden momentan, wie in ganz Nordafrika, zahlreiche neue Deponien errichtet, die nach europäischen Standards ausgeführt werden. So erhalten diese Deponien eine Basisabdichtung und eine Sickerwasserfassung. Die Sickerwässer dieser Deponien sind aufgrund einer anderen Müllzusammensetzung äußerst hoch belastet verglichen mit mitteleuropäischen Sickerwässern. Die Behandlung dieser Sickerwässer ist eine besondere Herausforderung, zumal die Reinigungsziele häufig hoch gesteckt sind.

Auf der neuen Deponie in Sousse - ausgeführt von SOCOBAT, einem tunesischen Bauunternehmen - werden die Sickerwässer der Deponien Sousse, Monastir und Kairouan gemeinsam behandelt. Von den Deponien Monastir und Kairouan wird das Sickerwasser mit Tankfahrzeugen auf die Deponie Sousse zur Behandlung gebracht. Das gemischte Sickerwasser ist hoch belastet mit Feststoffen, Salzen, und Stickstoffen, die vor Einleitung in den nahen Vorfluter nahezu vollständig entnommen werden müssen.

Die WEHRLE Umwelt GmbH hat den Auftrag zum Bau dieser Sickerwasserreinigungsanlage nach dem Biomembrat®-Verfahren mit nachgeschalteter Umkehrosmose erhalten. Aufgrund der weltweiten Referenzen und der großen Erfahrung in der biologischen Behandlung hochbelasteter Sickerwässer ist die Entscheidung des Kunden zugunsten der WEHRLE Umwelt GmbH gefallen.

Die Konzeption dieser Anlage mit ihren hohen technischen Anforderungen spiegelt das hohe Niveau der WEHRLE-Technologie wieder. Nicht nur die hohe Tagesdurchsatzleistung der drei Städte von 120 m³/d ist zu gewährleisten, sondern auch der Abbau variierender Schadstoffzusammensetzungen und Salzkonzentrationen. CSB-Konzentrationen von durchschnittlich ca. 70.000 mg/l, NH4-N-Zulaufkonzentrationen von 5.450 mg/l, Feststoffzulaufkonzentration von 60.000 mg/l und Cl-Zulaufkonzentration von 5500 mg/l werden um 98 -100 % reduziert.

Die WEHRLE Umwelt GmbH ist verantwortlich für die Planung der Abwasserreinigung, die Lieferung aller technischen Komponenten, die Überwachung der Montagearbeiten und die Inbetriebnahme.

 

Autor / Quelle: Anna Natau / Ahmed Rassam