Klärschlamm

Klärschlamm ist das feste Produkt der Abwasserreinigung in Kläranlagen. Er  enthält alle im Klärprozess nicht abgebauten Nutz- und Schadstoffe in konzentrierter, im Wesentlichen in organisch gebundener Form.

Bedingt durch die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland soll der im Klärschlamm gebundene Phosphor zurückgewonnen werden. Im Klärschlamm sind große Mengen an Phosphor enthalten. Phosphor hat eine zentrale Funktion im  Energiestoffwechsel sowie dem Erbgut aller höheren Lebewesen. Ohne die laufende Zufuhr dieses essentiellen Elements über den Nahrungskreislauf ist ein  Überleben von Menschen, Pflanzen und Tieren nicht möglich.

Hierbei bekommt die thermische Verwertung von Klärschlamm eine zunehmende Bedeutung, da der Phosphor in den Verbrennungsaschen in konzentrierter Form vorliegt.

Mit der von WEHRLE angebotenen Wirbelschicht-Verbrennungstechnik wird der Klärschlamm in einer Klärschlamm-Monoverbrennung energetisch genutzt  wodurch gleichzeitig die wertvollen Rohstoffe wie Phosphor in der entstehenden  Asche leichter nutzbar werden. Mit den erhöhten Phosphorkonzentrationen in der Asche wird eine Rückgewinnung des Phosphors erleichtert.

Als Einsatzbrennstoff kann Klärschlamm, ab einem Trockenrückstand von > 40% und einem Heizwert von > 4,5 MJ/kg, direkt und ohne weitere Maßnahmen verwendet werden.

Die erprobte Anlagentechnik von WEHRLE hat in mehreren Referenzanlagen ihre  Zuverlässigkeit in Form sehr hoher Verfügbarkeiten über Jahre unter Beweis gestellt.

Wir bieten komplette Klärschlamm Mono-Verbrennungsanlagen ab mechanisch entwässertem Klärschlamm bis zum Kamin an. Die Baugrößen ab 1 MWth für dezentrale Lösungen bis zu 10 MWth sind als standardisierte Anlagen lieferbar, größere Anlagen sind kundenspezifisch geplante Anlagen die mit Partnern realisiert werden.

Dezentrale Anwendungen ab ca. 100.000 EW sind in Kombinationen mit kundenspezifisch ausgewählten Trocknern und nachgeschalteter Stromerzeugung (Dampfturbine, ORC-Anlagen) möglich.

Vorteile von Klärschlammverbrennungsanlagen

  • Phosphor-Rückgewinnung durch Veraschung, Erfüllung der neuen Klärschlammverordnung
  • Anlagengrößen ab 1 MWth ( ca. 1600 tTS, ca. 100.000 EW)
  • Spezifisch niedrige Entsorgungskosten
  • Genehmigungsverfahren nach 4.BImSchV für Brennstoffmengen < 3 to/h
  • Niedrige NOx-Emissionen durch kontrollierte Feuerraumtemperatur
  • Einhaltung der Abgaswerte und vorgeschriebenen Verweilzeiten nach 17.BImSchV
  • Zerstörung von Wurmeiern, Krankheitskeimen, Hormonen, Medikamentenrückständen
  • Ausschleusung von Schwermetallen und anderen Schadstoffen auch aus der wiederverwerteten Asche

Unsere Kompetenz: Die Anlagentechnik zur thermischen Behandlung von Klärschlamm

  • Monoverbrennung von Klärschlamm in einer stationären atmosphärischen Wirbelschicht
  • Einsatz zusätzlicher Brennstoffe optional möglich
  • Erzeugung von Strom, Wärme bzw. Prozessdampf
  • Phosphoranreicherung in der Asche => Vereinfachtes Phosphorrecycling in weiterführenden Prozessen

Kontaktieren Sie uns! Wir analysieren Ihre spezifische Aufgabenstellung gemeinsam mit Ihnen und beraten Sie gerne.