14.07.2010
Umwelttechnik

Einweihung der Sickerwasserreinigungsanlage Lahn-Dill-Kreis

50 geladene Gäste aus Politik und Abfallwirtschaft waren der Einladung des Lahn-Dill-Kreises zur feierlichen Einweihung der „Reinigungsanlage für Sickerwasser" auf der Hausmülldeponie Aßlar am 18. Juni 2010 gefolgt.

Anerkennend hoben sowohl der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster, als auch der Betriebsleiter der Abfallwirtschaft des Kreises, Frank Dworaczek, die unglaublich kurze Realisierungsphase der Anlage hervor, an welcher sowohl die Genehmigungsbehörden, das beteiligte Ingenieurbüro sowie die ausführenden Firmen maßgeblich mitgewirkt haben. Obwohl erst im März 2009 der Genehmigungsantrag eingereicht wurde, konnte die Anlage noch im Dezember 2009 in Betrieb genommen werden!

Seit Januar bis Juni 2010 befand sich die Anlage im Testbetrieb, nach dessen erfolgreichem Abschluss der Lahn-Dill-Kreis jetzt zur offiziellen Einweihungsfeier eingeladen hatte. Damit wurde die Anlage gleichzeitig dem Anlagenbauer, der WEHRLE Umwelt GmbH, als zukünftigem Betreiber zum 5-jährigen Betrieb übergeben. Während dieser Zeit wird die WEHRLE Umwelt GmbH die Anlage voll verantwortlich im Auftrag des Lahn-Dill-Kreise betreiben.

Aufgrund der langjährigen Betriebserfahrungen der WEHRLE Umwelt GmbH sowie der hohen Prozessstabilität und einem effizienten Betriebsführungsmanagement werden dabei Behandlungskosten von unter 15 €/m³ (Gesamtbetriebskosten inkl. Finanzierung) angestrebt. Vor dem Hintergrund ursprünglicher Planungen aus den Jahren 1993/1994, welche Behandlungskosten von über 120 €/m³ für eine Umkehrosmose mit Konzentratbehandlung vorsahen, zeigte der Landkreis sich äußerst zufrieden mit der nun getroffenen Wahl für das bewährte BIOMEMBRAT®-Verfahren der WEHRLE Umwelt GmbH.

Das BIOMEMBRAT®-Verfahren mit nachgeschalteter Aktivkohle-Adsorption dient der gleichzeitigen Entnahme von Stickstoffverbindungen und organischen Verbindungen und vereinigt in sich die bewährten Vorteile der biologischen Behandlung mit den Qualitäten der Membrantechnik. Im Falle von hohem Sickerwasseranfall mit deutlich reduzierten Schadstoffkonzentrationen wird der Hauptanlage eine weitere Aktivkohleadsorption im Nebenstrom parallel geschaltet und hält damit sicher und betriebsstabil auch bei hohem Sickerwasseranfall die geforderten Einleitparameter ein.

Gerne nahm am folgenden Tag die Öffentlichkeit und Nachbarschaft das Angebot der OFFENEN TÜR des Abfallwirtschaftszentrums an, um sich von Mitarbeiten der WEHRLE Umwelt GmbH die neue Sickerwasserreinigungsanlage zeigen und erklären zu lassen.

Autoren: Cornelia Timm / Markus Haas