24.09.2014
Umwelttechnik

Neuer Auftrag in Spanien: MBR BIOMEMBRAT® in der agrochemischen Industrie

Das Agrochemie-Unternehmen Syngenta, das mehr als 27.000 Mitarbeiter in 90 Ländern beschäftigt, ist weltweit führend bei der Entwicklung neuer Technologien für den Pflanzenschutz. Für seine Produktionsstätte in O Porriño (Galizien, Spanien) hat das Unternehmen jetzt WEHRLE mit der schlüsselfertigen Lieferung eines ganzheitlichen Abwasserreinigungskonzeptes beauftragt, das im Wesentlichen auf der MBR BIOMEMBRAT®-Technologie basiert.

Aufgrund der großen Vielfalt der in der Anlage von O Porriño zubereiteten und hergestellten Produkte variiert die Zusammensetzung der wöchentlich produzierten Abwassermenge von 50 m³ sehr stark. Aus diesem Grund ist hier ein Reinigungsverfahren mit hoher Leistung und bewährter Effektivität vonnöten, das die Einhaltung der geforderten strikten Einleitgrenzwerte hinsichtlich der Schadstoff-Parameter, wie Stickstoff, Kupfer und organische Stoffe, garantiert.

Das von WEHRLE angebotene MBR BIOMEMBRAT®-Konzept besticht vor allem durch sein kompaktes Design und seine Robustheit, die es ermöglicht, trotz der hohen Mengen an Schadstoffen und der Heterogenität des Abwassers eine hohe Reinigungsleistung zu erreichen.

Da der Ablauf des MBR völlig frei von Feststoffen und biologisch abbaubaren organischen Substanzen ist, wird zudem die bestehende Aktivkohle-Einheit als nachgeschaltete Reinigungsstufe ertüchtigt, in der die nicht abbaubaren refraktären Verbindungen absorbiert werden, welche nach der biologischen Stufe noch vorhanden sein können.

Das in der Fabrik produzierte Abwasser wird in bestehenden Ausgleichsbehältern zunächst zwischengespeichert. Von diesen wird es dann einer physisch-chemischen Vorbehandlung zugeführt, in der die gelösten Feststoffe und Kupfer weitestgehend reduziert werden. Anschließend erfolgt eine Behandlung in der biologischen Behandlungsstufe des MBR, wo die gelösten organischen und stickstoffhaltigen Stoffe biologisch abgebaut werden. In der nachgeschalteten Ultrafiltration wird die Biomasse vom gereinigten Abwasser getrennt. Dieses wiederum wird zunächst in einen Behälter geleitet, bevor es der nachgeschalteten Aktivkohle-Behandlung zugeführt und anschließend abgeleitet wird.

Die neue WEHRLE-Abwasserbehandlungsanlage wird mit der neuesten Technologie hinsichtlich Messtechnik, Prozesskontrolle und Automatisierung ausgerüstet sein; Betriebsprozessdaten werden sicher im neuen Visualisierungs- und Kontrollsystem archiviert.

Die Besonderheit dieses Projektes besteht darin, dass die bestehende Ausrüstung und vorhandene Anlagenteile optimal genutzt und in die neu gelieferte Anlage integriert werden, ohne dass diese anderweitig platziert werden müssen. Dies wiederum reduziert die Bauarbeiten auf ein Minimum.

Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Anfang 2015 geplant.

Autor: Pablo García