20.10.2017
Umwelttechnik

Verwertung von Konzentraten: WEHRLE beteiligt sich als Industriepartner am Forschungsprojekt HighCon

Die Fördermaßnahme WavE , die durch das das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Teil des Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wassermanagement" gefördert wird, befasst sich mit zukunftsfähigen Technologien und Konzepten zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung. An zwei der dreizehn Forschungsprojekte der WavE-Fördermaßnahme ist als Industriepartner WEHRLE beteiligt: „HighCon" und „WEISS".

Beim Recycling industrieller Abwässer, vor allem beim sogenannten ‚Zero Liquid Discharge'-Verfahren (kurz: ZLD), fallen zwangsläufig Konzentrate an, deren Entsorgung hohe Kosten verursachen können. Das Forschungsprojekt HighCon befasst sich mit diesen Konzentraten. Oft sind darin wichtige Rohstoffe enthalten, die zurückgewonnen werden sollen. Dafür werden im Rahmen von HighCon bestehende Methoden verbessert, sowie neue Methoden entwickelt und auf einander abgestimmt.

Im Projekt arbeiten vier Forschungsinstitute: Technische Universität Berlin – Fachgebiet Umweltverfahrenstechnik –, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und die DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Aus der Wirtschaft beteiligen sich die vier Unternehmen WEHRLE Umwelt GmbH, die SolarSpring GmbH, die Terrawater GmbH und die DEUKUM GmbH mit ihrer Erfahrung und ihrem technischen Know-How, um eine wirtschaftliche Nutzung des Konzentrats als Rohstoffquelle voranzutreiben. WEHRLE erforscht und optimiert dabei die Vorbehandlung der Konzentrate mittels Membranfiltration und sorgt für die Konditionierung des Konzentrates zur weiteren Behandlung und das Recycling mit neuen Technologien. Darüber hinaus befasst sich WEHRLE mit Methoden zur Behandlung der dabei entstehenden Restströme.

Die Verfahren sollen schließlich an unterschiedlichen Industriestandorten im laufenden Betrieb getestet werden. Die Standorte werden von den Unternehmen L'Oréal, Clariant, MEWA und die DEK – Deutsche Extrakt Kaffee Berlin zur Verfügung gestellt.

Begleitend werden während der Projektlaufzeit die möglichen Produkte aus der Konzentratwiederverwendung bestimmt, deren Zielmärkte ermittelt und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen erstellt. Der Projektabschluss ist für Ende August 2019 geplant.

Ausführliche Informationen zu WavE und den Projekten „HighCon" und „WEISS" finden Sie unter:
http://www.bmbf-wave.de/de/1464.php
http://www.highcon.de/
http://www.bmbf-wave.de/de/1441.php

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