23.05.2006
Umwelttechnik

Warminbetriebnahme der BIOPERCOLAT®-Anlage

Das Konsortium WEHRLE Umwelt GmbH und WEHRLE-WERK AG, Emmendingen, hatte im Juli 2004 den Auftrag für die BIOPERCOLAT®-Anlage zur mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung erhalten. Auftraggeber ist der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK), Baden-Württemberg, der für die Behandlung der Resthausabfälle ein eigenes Konzept (ZAK-Verfahren) entwickelt hat. Die Abfallbehandlungsanlage ist ausgelegt für einen Durchsatz von 100.000 Mg/a Restabfälle.

Das sogenannte ZAK-Verfahren besteht aus vier aufeinanderabgestimmten Verfahrensstufen:

· Mechanische Aufbereitung
· Biologische Umsetzung (BIOPERCOLAT®)
· Biologische Trocknung
· Mechanische Stofftrennung

Diese Verfahrenskombination ist eine der ersten Anlagen, die eine Vollstromvergärung mit anschließender Herstellung von Ersatzbrennstoffen vornimmt. Im Gegensatz zu gängigen Konzepten der mechanisch-biologischen Abfallaufbereitung werden die behandelten Restabfälle somit nicht deponiert, sondern energetisch verwertet.

Der biologischen Umsetzung kommt eine Schlüsselrolle bei der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung im ZAK-Konzept zu. Einerseits erfolgt eine energetische Verwertung der im Restabfall enthaltenen biogenen Abfälle in Form von Biogas und Prozesswärme. Andererseits wird die Abfallmenge durch Abbau und Entwässerung erheblich reduziert. Darüber hinaus wird der Abfall durch das BIOPERCOLAT®-Verfahren optimal für die anschließende biologische Trocknung vorbereitet.

Das BIOPERCOLAT®-Verfahren beinhaltet neben der Perkolation der Abfälle auch die Vergärung sowie die aerobe Aufbereitung des Prozesswassers. Im März und April 2006 sind die Vergärung und Prozesswasserreinigung (SBR-Verfahren) mit Impfschlamm und Nährsubstraten in Betrieb genommen worden. Seit Anfang Mai 2006 wird die Perkolation mit Abfall beschickt und das Prozesswasser in die Vergärung und SBR-Stufe gegeben.

Autor / Quelle: Dr. Peter Schalk / Hubert Wienands