19.01.2010
Umwelttechnik

WEHRLE baut zweite Sickerwasser-Reinigungsanlage in Tunesien

Nach erfolgreicher Abwicklung und Inbetriebnahme der Sickerwasserreinigungsanlagen der Deponien Sousse, Monastir und Kairouan in Sousse, konnte die WEHRLE Umwelt GmbH nun einen Folgeauftrag für die Sickerwasserreinigung der Deponie Nabeul erringen.

Betreiber der genannten Deponien und damit auch für die Sickerwasserbehandlung verantwortlich ist die tunesisch-italienische Firma ECOTI, im Auftrag der Agence Nationale de Gestion des déchets, kurz ANGed.

 
 

Das in Sousse realisierte Konzept hat sich dabei derart bewährt, dass die Konzeption auch für das Folgeprojekt Nabeul beibehalten wurde. Zur Vorbehandlung des hoch feststoffhaltigen Sickerwassers kommt eine Siebung sowie eine Druck-Entspannungs-Flottation zum Einsatz. Hier wird bereits ein Großteil der sedimentierbaren und flottierbaren Inhaltsstoffe entnommen.

Organische Komponenten werden im Membran-Bio-Reaktor nach dem Belebtschlammverfahren entnommen. Dabei legt WEHRLE besonderes Augenmerk auf eine höchst effektive Belüftung mittels Ejektorsystem. Auf diese Weise können die Organismen zuverlässig mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, um einen weitestgehend vollständigen Abbau der organischen Inhaltsstoffe sicherzustellen. Zuletzt werden die nicht abbaubaren Inhaltsstoffe wie refraktärer CSB und Salze in einer Ultrafiltration zurückgehalten.

Abgerundet wird das Konzept mit einer Schlammentwässerung und einer Einheit zur Kühlung der Biologie.
Aufgrund der langjährigen Erfahrung der WEHRLE Umwelt GmbH in der Behandlung besonders hoch belasteter Sickerwässer wurde die Anlage in Tunesien so konzipiert, dass das geforderte Reinigungsziel deutlich erreicht werden kann. Mit diesem Konzept steht dem tunesischen Markt eine Problemlösung zu Verfügung, die eine zuverlässige Sickerwasserreinigung gewährleistet und die Verwendung des abgereinigten Wassers z.B. zur Bewässerung in der Landwirtschaft zulässt.

Autor / Quelle: Anna Natau